Filtern nach
Produktgruppe
Hersteller
Preis
€ €
Eigenschaften
Filter
22 Artikel

Wer einen Stromerzeuger kaufen möchte, sollte zunächst den tatsächlichen Leistungsbedarf und die anzuschließenden Verbraucher bestimmen. Elektrowerkzeuge, Pumpen, Heizgeräte und elektronische Geräte stellen unterschiedliche Anforderungen an Leistung, Spannung und Regelungstechnik. Das Sortiment umfasst klassische Benzin-Stromerzeuger, Inverter-Stromerzeuger, Dieselmodelle und passendes Zubehör für mobile Arbeitseinsätze, Baustellen und eine geplante Ersatzstromversorgung.

Stromerzeuger kaufen: Welche Ausführung passt zum Einsatz?

Ein Stromerzeuger wandelt die mechanische Energie eines Verbrennungsmotors in elektrische Energie um. Dadurch können elektrische Verbraucher auch dort betrieben werden, wo kein Netzanschluss vorhanden ist. Typische Einsatzorte sind Baustellen, landwirtschaftliche Flächen, mobile Werkstätten, Veranstaltungen und abgelegene Arbeitsbereiche.

Auch für eine Notstromversorgung kann ein Stromaggregat vorgesehen werden. Die Versorgung eines Gebäudes stellt jedoch andere Anforderungen als der direkte Anschluss einzelner Geräte. Eine Einspeisung in eine vorhandene Elektroinstallation muss geplant und von einer Elektrofachkraft ausgeführt werden. Ein Stromerzeuger darf niemals über eine gewöhnliche Steckdose in das Hausnetz zurückspeisen.

Inverter-Stromerzeuger oder konventioneller Generator?

Ein Inverter-Stromerzeuger erzeugt eine elektronisch geregelte Ausgangsspannung. Diese Bauweise eignet sich besonders für empfindliche Verbraucher wie Computer, Messgeräte, Ladegeräte und bestimmte elektronische Steuerungen. Viele Invertermodelle regeln die Motordrehzahl abhängig von der benötigten Leistung. Das kann bei geringer Last den Kraftstoffverbrauch und die Geräuschentwicklung reduzieren.

Konventionelle Stromerzeuger eignen sich für robuste Verbraucher, Elektrowerkzeuge und Anwendungen mit höherem Leistungsbedarf. Modelle mit AVR regeln die Ausgangsspannung automatisch und begrenzen Spannungsschwankungen. Eine AVR-Regelung ist jedoch nicht mit der elektronischen Aufbereitung eines Inverter-Stromerzeugers gleichzusetzen.

Vor dem Anschluss empfindlicher Elektronik müssen immer die Vorgaben des Geräteherstellers und die technischen Eigenschaften des Generators geprüft werden. Die Bezeichnung AVR allein ist keine pauschale Freigabe für jeden elektronischen Verbraucher.

Benzin-Stromerzeuger und Diesel-Stromerzeuger vergleichen

Ein Benzin-Stromerzeuger ist häufig kompakt aufgebaut und eignet sich für mobile oder zeitlich begrenzte Einsätze. Benzinbetriebene Modelle stehen in verschiedenen Leistungsklassen zur Verfügung und können Werkzeuge, Beleuchtung, Pumpen oder andere mobile Verbraucher versorgen.

Ein Diesel-Stromerzeuger kommt besonders bei höheren Leistungen und längeren Betriebszeiten infrage. Baugröße, Gewicht und Anschaffungskosten können höher ausfallen. Die passende Kraftstoffart hängt deshalb von Einsatzdauer, Leistungsbedarf, Transportanforderungen und Nutzungshäufigkeit ab.

Kraftstoff darf nur in geeigneten und zugelassenen Behältern gelagert werden. Vor dem Betanken muss der Motor entsprechend der Bedienungsanleitung abgestellt werden und ausreichend abkühlen. Verschütteter Kraftstoff und heiße Geräteteile stellen ein erhebliches Brandrisiko dar.

Leistung des Stromerzeugers richtig berechnen

Die Nennleistung bezeichnet die Leistung, die ein Generator unter den angegebenen Bedingungen dauerhaft bereitstellen kann. Die häufig zusätzlich genannte Maximalleistung steht meist nur für einen begrenzten Zeitraum zur Verfügung. Für die Auslegung ist deshalb vor allem die Dauerleistung entscheidend.

Die Leistungswerte aller Verbraucher dürfen nicht einfach nur addiert werden. Elektromotoren in Pumpen, Kompressoren, Kreissägen oder Kühlgeräten können beim Einschalten ein Mehrfaches ihrer Nennleistung aufnehmen. Dieser Anlaufstrom muss bei der Auswahl berücksichtigt werden. Ein zu knapp ausgelegter Stromerzeuger kann bei Lastspitzen überlastet werden oder angeschlossene Geräte nicht zuverlässig starten.

Eine Leistungsreserve ist sinnvoll, wenn mehrere Verbraucher gleichzeitig laufen oder Geräte mit erhöhtem Anlaufstrom angeschlossen werden. Für eine belastbare Berechnung werden die Nennleistung, der Anlaufstrom und die geplante Gleichzeitigkeit aller Verbraucher benötigt.

230 Volt oder 400 Volt?

Viele handgeführte Elektrowerkzeuge, Leuchten und kleinere Geräte arbeiten mit 230 Volt. Größere Maschinen und gewerbliche Verbraucher können einen 400-Volt-Anschluss benötigen. Ein Generator mit 400-Volt-Steckdose liefert nicht automatisch seine gesamte Nennleistung an einer einzelnen 230-Volt-Steckdose.

Bei Drehstrommodellen ist auf eine möglichst passende Lastverteilung zu achten. Vor dem Kauf sollte feststehen, welche Steckdosen, Spannungen und Absicherungen benötigt werden. Die Leistungsdaten des anzuschließenden Verbrauchers müssen mit den Angaben des Stromaggregats verglichen werden.

Wichtige Auswahlkriterien für Stromerzeuger

Wenn Sie einen Stromerzeuger kaufen, sollten folgende Eigenschaften geprüft werden:

  • Dauerleistung: Die dauerhaft verfügbare Leistung muss alle vorgesehenen Verbraucher versorgen können.
  • Anlaufleistung: Motorbetriebene Geräte benötigen beim Start häufig deutlich mehr Leistung als im laufenden Betrieb.
  • Spannung: Die benötigten Anschlüsse für 230 Volt oder 400 Volt müssen vorhanden sein.
  • Regelungstechnik: Invertertechnik oder AVR werden passend zur Empfindlichkeit der Verbraucher ausgewählt.
  • Laufzeit: Tankvolumen, Last und Kraftstoffverbrauch beeinflussen die mögliche Betriebsdauer.
  • Geräuschpegel: Bei Arbeiten in Wohnnähe oder längeren Einsätzen ist die Schallemission relevant.
  • Mobilität: Gewicht, Tragegriffe und ein verfügbarer Radsatz erleichtern den Transport.
  • Schutzart: Die Eignung für Staub, Feuchtigkeit und den jeweiligen Einsatzort muss geprüft werden.
  • Startsystem: Je nach Modell erfolgt der Start über Seilzug oder Elektrostarter.

Stromerzeuger auf Baustellen sicher einsetzen

Auf Bau- und Montagestellen müssen Generator, angeschlossene Betriebsmittel und Schutzmaßnahmen aufeinander abgestimmt sein. Verlängerungsleitungen, Kabeltrommeln und Verteiler müssen für den Einsatzort und die angeschlossene Leistung geeignet sein. Aufgerollte Kabeltrommeln können sich bei hoher Belastung stark erwärmen und sollten nach Herstellervorgabe vollständig abgewickelt werden.

Die notwendigen Schutzmaßnahmen hängen vom Aufbau des Stromerzeugers und der Versorgungsart ab. Schutztrennung, Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen und Erdungsmaßnahmen dürfen nicht pauschal angenommen werden. Die Hinweise des Herstellers sowie die für den gewerblichen Einsatz geltenden Regeln sind verbindlich. Die DGUV stellt hierfür besondere Informationen zur Auswahl und zum Betrieb von Stromerzeugern auf Bau- und Montagestellen bereit.

Abgase und Aufstellung beachten

Stromerzeuger mit Verbrennungsmotor dürfen nicht in geschlossenen Räumen, Kellern, Garagen oder schlecht belüfteten Bereichen betrieben werden. Die Abgase enthalten Kohlenmonoxid. Kohlenmonoxid ist farb- und geruchlos und kann bereits nach kurzer Zeit lebensgefährlich werden.

Der Generator benötigt einen standsicheren, trockenen und ausreichend belüfteten Aufstellort im Freien. Abgase dürfen nicht in Türen, Fenster oder Lüftungsöffnungen gelangen. Regen, Staunässe und unzulässige Abdeckungen sind zu vermeiden. Die konkreten Sicherheitsabstände und Betriebsbedingungen ergeben sich aus der Bedienungsanleitung.

Stromaggregat für eine Notstromversorgung

Bei der Vorbereitung auf einen Stromausfall muss zuerst festgelegt werden, welche Verbraucher tatsächlich weiterlaufen sollen. Heizungssteuerung, Pumpen, Kühlgeräte, Beleuchtung und Kommunikationsgeräte können unterschiedliche Anlaufströme und Anforderungen an die Spannungsqualität haben.

Für die Versorgung einer Gebäudeinstallation werden ein geeignetes Konzept, eine sichere Netztrennung und ein passender Umschalter benötigt. Die Anlage muss verhindern, dass Strom unkontrolliert in das öffentliche Netz zurückgespeist wird. Auswahl, Anschluss und Prüfung gehören in die Hände einer Elektrofachkraft. Hinweise zur Planung einer Notstromversorgung stellt auch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe bereit.

Wartung und Betriebsbereitschaft

Ein selten genutzter Stromerzeuger sollte regelmäßig kontrolliert und nach Herstellervorgabe probeweise betrieben werden. Motoröl, Luftfilter, Zündkerze, Kraftstoffsystem, Starterbatterie und elektrische Anschlüsse benötigen abhängig vom Modell eine regelmäßige Prüfung.

Alter Kraftstoff kann Startprobleme und Ablagerungen verursachen. Die Vorgaben zur Lagerung, Stilllegung und Wiederinbetriebnahme sollten deshalb beachtet werden. Vor einem geplanten Notstromeinsatz empfiehlt sich ein Probelauf mit den vorgesehenen Verbrauchern, sofern der Anschluss fachgerecht vorbereitet wurde.

Häufige Fragen zu Stromerzeugern

Wie viel Leistung sollte ein Stromerzeuger haben?

Die benötigte Dauerleistung ergibt sich aus den gleichzeitig angeschlossenen Verbrauchern. Geräte mit Elektromotor benötigen beim Start häufig zusätzliche Leistung. Die Summe aus Betriebsleistung, Anlaufstrom und einer angemessenen Reserve bildet die Grundlage für die Auswahl.

Was ist der Unterschied zwischen Dauerleistung und Maximalleistung?

Die Dauerleistung kann ein Stromerzeuger unter den angegebenen Bedingungen kontinuierlich bereitstellen. Die Maximalleistung steht meist nur kurzzeitig zur Verfügung. Für die reguläre Auslegung sollte deshalb die Dauerleistung und nicht allein der höhere Maximalwert verwendet werden.

Wann ist ein Inverter-Stromerzeuger sinnvoll?

Ein Inverter-Stromerzeuger eignet sich besonders für Verbraucher, die eine stabil aufbereitete Spannung benötigen. Dazu können Computer, Messgeräte, Ladegeräte und Geräte mit elektronischer Steuerung gehören. Die Verträglichkeit muss trotzdem anhand der jeweiligen Herstellerangaben geprüft werden.

Kann ich einen Stromerzeuger an das Hausnetz anschließen?

Ein direkter Anschluss über eine gewöhnliche Steckdose ist gefährlich und unzulässig. Eine Gebäudeversorgung benötigt eine fachgerecht geplante Einspeisung, eine sichere Trennung vom öffentlichen Netz und einen passenden Netzumschalter. Die Installation und Prüfung muss durch eine Elektrofachkraft erfolgen.

Darf ein Stromaggregat in einer Garage betrieben werden?

Nein. Ein Stromaggregat mit Verbrennungsmotor darf wegen der Kohlenmonoxidgefahr nicht in einer geschlossenen Garage betrieben werden. Auch ein geöffnetes Tor bietet keine verlässliche Sicherheit. Der Generator muss im Freien nach den Vorgaben des Herstellers aufgestellt werden.

Kann ich einen Stromerzeuger vor Ort auswählen?

Eine Beratung vor Ort ist sinnvoll, wenn mehrere Verbraucher, hohe Anlaufströme oder besondere Anforderungen an die Spannungsqualität berücksichtigt werden müssen. Eine Liste mit Leistung, Spannung und Gerätetyp aller geplanten Verbraucher erleichtert die Auswahl des passenden Generators.

Wo kann ich einen Stromerzeuger warten lassen?

Ein Fachbetrieb kann Verbrennungsmotor, Kraftstoffsystem, Generator, Anschlüsse und Schutzeinrichtungen prüfen. Vor der Abgabe sollten Modellbezeichnung, bisherige Betriebsstunden und bekannte Störungen notiert werden. Regelmäßige Wartung erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass das Stromaggregat bei Bedarf einsatzbereit ist.

Service vor Ort

Sie möchten einen Stromerzeuger kaufen oder benötigen Unterstützung bei der Ermittlung der passenden Leistung? Peter Belousow berät Sie zu Stromerzeugern, Invertertechnik, Zubehör und Wartung. Persönliche Ansprechpartner finden Sie an den Standorten Schrobenhausen, Neuburg an der Donau und Aichach. Fragen Sie vor der Anfahrt nach der aktuellen Verfügbarkeit des gewünschten Modells.

Loading...